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Wie sich das Zinsniveau auf die Immobilienpreise auswirkt

Die Wirtschaft ist mit den Auswirkungen der Coronapandemie noch sehr beschäftigt, die Inflation ist durch verschiedene Nachholeffekte in vollem Gange, die Nachfrage nach Immobilien bleibt ungebrochen und die Immobilienpreise steigen weiter. Soweit deutet vieles darauf hin, dass ein Immobilienkauf nicht falsch sein kann und ein Immobilienverkauf im Vergleich zum Kaufpreis sehr lukrativ sein könnte. Doch es gibt noch einen Einflussfaktor, der alle anderen deutlich beeinflusst: Der Leitzins der EZB. Seit Beginn des Jahres ist er bereits etwas angestiegen, nachdem er in den vorangegangenen Jahren sogar auf Nullniveau lag. Wie wirkt sich das auf die Immobilienpreise und die Chancen auf einen lukrativen Immobilienverkauf aus?
Warum der Leitzins steigt
Der Leitzins gibt die Konditionen an, zu denen sich Banken Geld von der Europäischen Zentralbank (EZB) leihen können, um es an ihre Kunden weiterzugeben. Für das geliehene Geld muss die Bank Gebühren zahlen - den Leitzins. Diesen gibt die Bank an ihre Kunden weiter. In den vergangen Jahren brachte die EZB vermehrt Geld in Umlauf. Banken konnten sich kostenlos Geld leihen und mussten sogar bezahlen, wenn sie das Geld einlagerten, anstatt es an die Kunden weiterzugeben. Damit verhinderte die EZB zum Beispiel eine Überbewertung des Euro und verstärkte die Kaufkraft der Menschen. Viele von ihnen investierten in Immobilien, denn Immobilienkredite waren dementsprechend günstig. Ist viel Geld im Umlauf, steigt die Inflation. Im Moment ist diese noch zusätzlich durch die Auswirkungen der Coronapandemie und verschiedene Nachholeffekte erhöht. So hat wahrscheinlich jeder die steigenden Preise vor allem in der Tourismus- und Veranstaltungsbranche bemerkt - dabei handelt es sich um einen Nachholeffekt, da Verluste möglichst schnell wieder eingefahren werden müssen. Steigt die Inflationsrate, muss die EZB gegensteuern, damit der Euro nicht zu stark entwertet wird. Das Instrument hierfür ist wieder der Leitzins. Er wird erhöht, um das überschüssige Geld vom Markt zu holen und Sparen wieder attraktiver zu machen. Ein höherer Leitzins macht also Kredite teurer und damit wird es schwieriger für die Menschen, sich einen Kredit zu leisten.
Doch was hat der Leitzins mit den Immobilienpreisen zu tun? Wird der Leitzins erhöht, werden Kredite teurer. Weniger Menschen können sich also einen Immobilienkredit leisten. Auch Anschlussfinanzierungen werden teurer, sodass Menschen, die vor 10 oder 15 Jahren einen Kredit abgeschlossen haben, an der Anschlussfinanzierung scheitern könnten und verkaufen müssen.
Ein steigender Leitzins könnte also am Immobilienmarkt für ein erhöhtes Angebot und sinkende Nachfrage sorgen. Damit sinken die Immobilienpreise.
Soweit zur Theorie, denn in der Praxis kann es ganz anders aussehen. Sinkende Immobilienpreise sind aktuell nicht in Sicht, denn auch andere Faktoren beeinflussen die Preise: In Großstädten herrscht Wohnungsknappheit und Wohnraum ist deshalb sehr hoch bewertet. Außerdem ist es derzeit unwahrscheinlich, dass Hausbesitzer ihre Immobilie verkaufen, weil die Anschlussfinanzierung zu teuer wird. Haben sie vor 10 Jahren ihren Hauskredit aufgenommen, so liegt der Zins heute noch immer deutlich unter dem Niveau von damals. Somit könnte die Anschlussfinanzierung heute sogar zu günstigeren Konditionen ausgehandelt werden. Die Nachfrage bleibt also hoch, das Angebot muss nicht unbedingt steigen und das Zinsniveau steigt nur langsam. Diese Faktoren könnten dafür sorgen, dass am Immobilienmarkt zumindest vorerst trotz Zinserhöhung alles bleibt, wie es ist.
Ja! Denn in den Coronajahren sind die Preise noch einmal deutlich angestiegen und Immobilien sind bei niedrigen Zinsen noch immer viel mehr wert als beim Kauf. Wer gewinnbringend verkaufen möchte, sollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, bevor der Leitzins weiterhin steigt. Kredite teurer werden und die Nachfrage aufgrund der zu teuren Konditionen wieder sinkt.
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Mein Name ist Rico Peuker. Ich bin Immobilienmakler und Inhaber des Unternehmens peuker_IMMOBILIEN in Dresden. Ich setze mit meinem Know-how und meiner Erfahrung den Verkauf Ihrer Immobilie um. Haben Sie noch offene Fragen? Kontaktieren Sie mich gerne!
