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erstellt am 1. November 2019 um 12:49Uhr

Welchen Anteil haben Wohngebäude am CO2-Ausstoß?

Das Umweltbundesamt gab bekannt, dass im vergangenen Jahr Deutschlands Wohngebäude (bei einem gesamten Treibhausgas-Ausstoß im Jahr 2018) mit 117 Millionen Tonnen CO2-Ausstoß beteiligt sind.

Verantwortlich dafür sind vordergründig keine bis nicht ausreichende Dämmungen, alte Fenster und nicht effiziente Heizungsanlagen. Ziel bis 2030 ist es, das Treibhausgas durch Wohngebäude pro Jahr auf 72 Millionen Tonnen zu senken.

Der Wärmebedarf von Immobilien soll bis 2020 um 20 Prozent im Vergleich zum Jahr 2008 reduziert werden. In Wohngebäuden sollen CO2-Emissionen um 40 Prozent (im Vergleich zu 2014) bis zum Jahr 2030 sinken. Endziel dabei ist es, bis zum Jahr 2050 einen Gebäudebestand erreicht zu haben, der idealerweise völlig klimaneutral ist.

Um Klimaziele erreichbar zu machen, gaben Spitzenverbände für Wohnwirtschaft bekannt, dass insgesamt jährlich ein Betrag von mindestens 14 Milliarden Euro für Wohngebäude notwendig sind. Alleine könnten die Eigentümer eine solche Sanierung nicht stemmen, die den Anforderungen des Klimaschutzes gerecht würde. Alleine um nur die vorhandenen Mietwohnungen effizient zu sanieren, würden Fördermittel von mindestens sechs Milliarden Euro im Jahr gebraucht, um eine Modernisierung für die Besitzer einer Immobilie attraktiv zu machen.

Deutschlands Gesetzesentwürfe für das Klimapaket mit Fördermitteln bis zu 40.000 Euro

Im Oktober 2019 sollen die ersten Gesetzesentwürfe für das Klimapaket in den Bundesrat und in den Bundestag gehen. Diese wurden durch das Bundeskabinett abgesegnet. Das bedeutet ab 2020 steuerliche Vorteile für Bürger, die eine energetische Gebäudesanierung vornehmen lassen. Die Eckpunkte zum CO2-Preis wurden ebenfalls schon beschlossen. Der Gesetzesentwurf zur Einführung von steuerlicher Förderung der energetischen Sanierung von Gebäuden sieht eine Förderung von bis zu 40.000 Euro vor. Bei der Sitzung am 16. Oktober 2019 billigte das Kabinett den Entwurf des Bundesfinanzministeriums.

Handelt es sich bei einem Gebäude um Wohneigentum, welches selbst genutzt wird, soll die Förderung über einen Zeitraum von drei Jahren von der Steuerschuld abgerechnet werden. Zudem muss das Gebäude über zehn Jahre alt sein. Das Förderprogramm, das eine Gesamtförderung von 40.000 Euro vorsieht, soll alternativ neben Zuschüssen der KfW und zu bisherigen Krediten laufen.

Einzelmaßnahmen die zur Verbesserung der Energieeffizienz beitragen und das Heizen mit erneuerbaren Energien werden steuerlich gefördert werden. Durch den Austausch einer alten Heizung gegen eine neue, effizientere, durch eine Dämmung der Fassade oder des Daches oder den Austausch der Fenster erhält man diese Förderung. Die Investitionskosten der Sanierungsmaßnahmen können dann drei Jahre lang mit bis zu 20 Prozent von der Steuerschuld abgezogen werden.

Das Umweltschutzbundesamt hatte in einem Projekt den Energieverbrauch der Gebäude und Wohnhäuser betrachtet und stellte fest, dass die Zahlen aus den Jahren 2003 bis 2012 gut und auch kontinuierlich gesunken sind. Doch bei Einfamilienhäusern stoppte der Rückgang und der CO2-Ausstoß blieb, was die CO2-Emissionen betraf, konstant.

Verschiedene Wirkungen von Einflüssen wären hier maßgebend, jedoch konnte die genaue Ursache bisher nicht herausgefunden werden. Die im Vergleich niedrigen Energiepreise in den letzten Jahren wären das zum einen, die vor 2010 noch relativ hoch waren. Das habe für eine gewisse Aktivität beim Verbraucher gesorgt. Doch wären sie seitdem wieder zurückgegangen. Das bedeute, dass das Interesse an Energiesparmaßnahmen in den Gebäuden sich verringert hat.

Zum anderen kämen noch unklare oder ungünstige Bedingungen hinzu, die die Motivation für Gebäudeeigentümer sinken lassen würden. Es gäbe beim Bau von Einfamilienhäusern und bei der Beratung der Gebäudeeigentümer im Bau und bei Sanierungsmaßnahmen erheblichen Verbesserungsbedarf im Bereich Energieverbrauch. Zudem müsse man sich auch über einen Preis für Kohlenstoffdioxid Gedanken machen. So die Worte von Jens Schubert vom Umweltbundesamt in einem Interview mit dem Deutschlandfunk. Er zeigt sich für Energieeffizienz im Bereich Gebäudetechnik verantwortlich.

Effizienter und klimafreundlicher Bau oder Sanierung

Beim Kauf einer Immobilie sollten Sie deshalb bereits darauf achten, dass das Gebäude den Vorgaben des Klimaschutzes entspricht oder es nach dem Kauf nachrüsten. Die energetische oder thermische Sanierung sieht die Modernisierung eines Gebäudes vor, die den Energieverbrauch durch Lüftung, Warmwasser und Heizung minimiert.

Beim seriellen Bauen und serieller Sanierung handelt es sich um ein Konzept, bei dem ein Haus nicht als Unikat geplant wird. Es wird auch nicht individuell Stein auf Stein gebaut. Die seriellen Bauweise sieht Entwürfe von Prototypen von Gebäuden oder auch nur Module von Gebäuden vor, um sie dann genehmigt in Serie bauen zu können. Einzelne Teile müssen dann nur noch im Werk vorgefertigt werden und können auf der Baustelle schnell zusammengefügt werden. Das System wurde 2018 in den Niederlanden entwickelt und eine deutsche Energie-Agentur prüft nun, ein Konzept von seriellem Sanieren auch in Deutschland möglich ist.

Das 3-jährige Projekt strebt serielle Lösungen für Sanierungen an, um die Modernisierungsarbeiten auf drei bis maximal zehn Tage zu reduzieren zu können. Es soll ein hoher Vorfertigungsgrad bei den Sanierungselementen erreicht werden, die zum Einsatz geplant sind. Das hätte den Vorteil, dass die Warmmieten für Mieter trotz Sanierung nicht erhöht werden müssten. Die komplette Refinanzierung dieser Maßnahmen soll durch Einsparungen bei den Heiz- und Stromkosten erfolgen.

 

Über den Autor

Rico Peuker Immobilienmakler Dresden

Mein Name ist Rico Peuker.
Ich bin Immobilienmakler und Inhaber des Unternehmens RP Real Estate in Dresden. Ich setze mit meinem Know-how und meiner Erfahrung den Verkauf Ihrer Immobilie um. Haben Sie noch offene Fragen? Kontaktieren Sie mich gerne!

 

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