lädt ...
zur Übersicht
erstellt am 15. Februar 2020 um 19:23Uhr

Haus geerbt: Verkaufen oder nicht?

Sie haben ein Haus geerbt. Verkaufen oder nicht? Diese Frage wird Ihnen dazu früher oder später in den Sinn kommen. Häufig ist eine Erbschaft emotional belegt und die Entscheidung, das Haus des Verblichenen zu verkaufen, ist nicht immer leicht. Ich trage in diesem Beitrag einige Gedanken zum Verkauf eines geerbten Hauses zusammen, um Ihnen ein klareres Bild für Ihre Entscheidung zu geben.

Geerbtes Haus nicht verkaufen: Was ist zu tun?

Möchten Sie das geerbte Haus nicht verkaufen, ist auch hier zunächst zu klären, ob es Miterben gibt. Diese müssen zustimmen und ausgezahlt werden, sofern die Erbschaft durch die Miterben nicht ausgeschlagen wird.

Ändern Sie den Eintrag im Grundbuch. Innerhalb von zwei Jahren nach Erbschaftsantritt ist die Aktualisierung des Grundbucheintrages kostenfrei. Gibt es Miterben, kann sich die Klärung der Eigentumsverhältnisse hinziehen. Behalten Sie diese Frist also im Auge.

Kalkulieren Sie die Erbschaftssteuer ein. Liegt die Erbschaft über dem Freibetrag, fallen 7 bis 11 % Erbschaftssteuer auf den Betrag oberhalb der Freibetragsgrenze an. Ehepartner sind von der Erbschaftssteuer befreit, wenn sie 10 Jahre lang in der geerbten Immobilie wohnen. Kinder des Erblassers sind ebenfalls zu dieser Frist befreit, wenn die Wohnfläche weniger als 200 m² beträgt. Jeder Quadratmeter mehr wird besteuert.

Klären Sie, ob das geerbte Haus belastet ist. Übernehmen Sie die Immobilie, übernehmen Sie auch ihre Belastungen.

Geerbtes Haus verkaufen: Was gilt es zu beachten?

Es kann gute Gründe dafür geben, ein geerbtes Haus zu verkaufen. Allen voran: Sie möchten oder können aus verschiedenen Gründen nicht dort leben. Möglicherweise sind Sie alleinstehend und das geerbte Haus ist zu groß. Vielleicht passt das Haus oder das Wohnumfeld nicht zu Ihnen und Ihrem Leben. Oder die instandhaltungs- oder sogar Sanierungskosten sind zu hoch.

Aus welchem Grund auch immer Sie in Erwägung ziehen, zu verkaufen, vorher gilt es einiges zu beachten. Klären Sie zunächst einige Fragen:

Gibt es Miterben, die anders entscheiden könnten?

Klären Sie, ob es noch andere Personen gibt, die Anspruch auf die geerbte Immobilie erheben. Ist das nicht der Fall, liegt die Entscheidung bei Ihnen allein. Gibt es Miterben, müssen diese zunächst einverstanden sein und werden anschließend am Verkaufsgewinn beteiligt, sofern sie das Erbe nicht ausschlagen.

Ist der Grundbucheintrag aktualisiert?

Ist das Haus geerbt, verkaufen Sie es im Namen des neuen Besitzers: Ihrem. Denn mit der Erbschaft ist das Haus in Ihren Besitz übergegangen. Das bedeutet, vor dem Verkauf, muss der Grundbucheintrag auf Ihren Namen aktualisiert worden sein. Dazu brauchen Sie den Erbschein. Für den Verkauf des geerbten Hauses benötigen Sie ihn jedoch nicht.

Ist die Spekulationsfrist verstrichen?

Da Immobilien als Wertanlage gelten, liegt auf ihnen eine Spekulationsfrist. Wird ein vermietetes Haus innerhalb von 10 Jahren nach dem Kauf wieder verkauft, fällt eine sogenannte Spekulationssteuer an. Bei eigengenutzten Immobilien beträgt die Frist 2 Jahre. Wer ein geerbtes Haus verkaufen will, muss das Kaufdatum des Erblassers berücksichtigen. Hat er das Haus vor mehr als 10 Jahren bzw. 2 Jahren gekauft, ist die Spekulationsfrist verstrichen und Sie können geerbte Haus ohne zusätzliche Steuerlast verkaufen.

Wie viel ist das Haus wert?

Eine der wichtigsten Fragen ist die nach dem Wert der geerbten Immobilie. Sie haben ein Haus geerbt. Verkaufen ist eine Option für Sie. Natürlich müssen Sie wissen, welchen Wert es hat. Das können Sie mit einer unabhängigen Immobilienbewertung herausfinden.

Verkauf eines geerbten Hauses: Was kostet das?

Sie haben ein Haus geerbt. Verkaufen oder nicht verkaufen ist häufig auch eine Kostenfrage. Auch beim Verkauf fallen Kosten an, die mit dem Verkaufsgewinn der geerbten Immobilie abgewogen werden sollten. Egal ob Sie das geerbte Haus verkaufen oder nicht: Zunächst fällt die Erbschaftssteuer an. Sie bezieht sich auf die Gesamtsumme der Erbschaft, fällt aber erst ab einem Freibetrag an, der vom Verwandtschaftsgrad mit dem Erblasser und der Steuerklassen abhängt.

Zusätzlich fällt auch die Einkommensteuer auf den Verkaufsgewinn an.

Direkte Kosten zum Verkauf des geerbten Hauses sind:

  • Maklerkosten bzw. Vermarktungskosten
  • Sanierungs- und Renovierungskosten
  • Auslösen von Belastungen

 

Möchten Sie ein geerbtes Haus verkaufen und sind sich nicht sicher, wie Sie dieses Projekt angehen sollen? Sie möchten gern den Wert Ihrer geerbten Immobilie ermitteln? Ich bin Immobilienmakler und stehe Ihnen gern zur Seite! Kontaktieren Sie mich!

 

Über den Autor

Rico Peuker Immobilienmakler Dresden

Mein Name ist Rico Peuker.
Ich bin Immobilienmakler und Inhaber des Unternehmens RP Real Estate in Dresden. Ich setze mit meinem Know-how und meiner Erfahrung den Verkauf Ihrer Immobilie um. Haben Sie noch offene Fragen? Kontaktieren Sie mich gerne!

 

Jetzt Kontakt aufnehmen

 

Online Immobilienbewertung

Eine objektive Einschätzung vom Immobilienmakler-Profi ist eine große Hilfe für Käufer und Verkäufer. Denn auf der Grundlage einer professionell erstellten Immobilienbewertung für Ihr Haus, Ihre Wohnung, Ihr Grundstück oder Ihrem Gewerbe können Sie einen fairen und realistischen Preis für Ihr Objekt ermitteln.

Beratung ohne Risiko einfach & kostenlos in wenigen Schritten

Jetzt bewerten lassen!

Adresse

RP Real Estate
Ilmenauer Str. 33
01127 Dresden

Rechtliches