lädt ...
zur Übersicht
erstellt am 27. März 2018 um 8:10Uhr

Eigentumsübergang – Der Weg zur eigenen Immobilie

Sie haben sich für eine Immobilie entschieden und möchten sie kaufen. Herzlichen Glückwunsch! Doch bis Sie der Eigentümer der Immobilie sind, müssen noch einige wichtige Schritte getätigt werden. Der Eigentumsübergang ist ein Prozess voller Formalitäten, doch es lohnt sich ihn zu durchlaufen, denn am Ende sind Sie stolzer Eigentümer Ihrer eigenen Immobilie. Wie genau läuft der Eigentumsübergang ab und wo gibt es Stolperfallen? Das möchte ich Ihnen hier genauer beschreiben.

 

1. Werfen Sie einen Blick in das Grundbuch

Bevor Sie den Kauf Ihrer Wunschimmobilie endgültig besiegeln, ist ein Blick in das Grundbuch immer ratsam, um wichtige Details abzusichern. Zunächst stellen Sie dabei fest, ob der Verkäufer der Immobilie tatsächlich der Eigentümer ist. Bemerken Sie hier Ungereimtheiten, fragen Sie unbedingt nach den Hintergründen, um Problemen aus dem Weg zu gehen. Außerdem können Sie in Erfahrung bringen, ob Außenstehende über ein Wegerecht oder ein Erbbaurecht verfügen. Das bedeutet, dass Nachbarn Ihr Grundstück jederzeit betreten dürfen oder jemand auf Ihrem Grundstück bauen darf. Ist Ihnen dies nicht recht, müssen Sie gegebenenfalls vom Kauf dieser Immobilie absehen. Ebenso steht es um das Wohnrecht, das eventuell anderen Personen in der Vergangenheit eingeräumt wurde. Durch einen Blick ins Grundbuch können Sie auch feststellen, ob es Bereiche des Grundstückes gibt, auf dem Sie nicht bauen dürfen oder ob das Grundstück von Immissionen belastet wird. Nicht zuletzt erfahren Sie spätestens aus dem Grundbuch, ob das Grundstück mit einem Vorkaufsrecht oder bereits mit einer Auflassungsvormerkung belegt ist.

Ist alles in Ordnung, können Sie mit dem Verfahren der Eigentumsübertragung fortfahren. Achtung: Die Einträge im Grundbuch darf nicht jeder einsehen. Dazu ist nur der Eigentümer selbst berechtigt. Der aktuelle Eigentümer sollte Ihnen also den Auszug aus dem Grundbuch übergeben oder Ihnen eine Vollmacht zur Einsicht ausstellen.

 

2. Prüfen Sie den Kaufvertrag gründlich

Ist die Finanzierung des Immobilienkaufs sicher und sind alle Eigentumsverhältnisse geklärt, wird Ihnen schon bald ein Kaufvertrag vorliegen. Verzögert sich der Kauf durch einige Klärungen, die für die Finanzierung nötig sind oder durch unsichere Eigentumsverhältnisse, ist es möglich, im Vorfeld einen Reservierungsvertrag abzuschließen.

Liegt Ihnen letztlich der vom Notar aufgesetzte Kaufvertrag vor, nutzen Sie die Gelegenheit und prüfen Sie ihn gründlich, bevor Sie einen Notartermin zur Unterschrift vereinbaren. Sie können den Vertrag selbst durchsehen oder einen Anwalt dafür beauftragen. Grundlegend muss der Vertrag fünf Punkte enthalten:

  • Namen des Käufers und Verkäufers
  • Genaue Angabe des Grundstücks und der im Grundbuch eingetragenen Flurnummer
  • Kaufpreis
  • Zahlungsbedingungen
  • Belastungen der Immobilie

Sind Sie mit dem Inhalt des Vertrages zufrieden, machen Sie mit dem Verkäufer einen gemeinsamen Termin beim Notar zur Unterzeichnung aus. Haben Sie unterschrieben, steht der Verkäufer in der Pflicht, Ihnen die Immobilie zu übertragen, doch der Eigentümer sind Sie auch nach diesem Schritt noch nicht. Zunächst wird der Notar gegen eine Gebühr eine Auflassungsvormerkung im Grundbuch notieren lassen. Damit wird die Zeit überbrückt, bis Sie tatsächlich der Eigentümer der Immobilie sind und Sie sind auf der sicheren Seite. Denn ist dieser Eintrag im Grundbuch getätigt, verfällt das Recht des Eigentümers mit anderen Kaufinteressenten in Verhandlung zu treten.

 

3. Zahlen Sie den Kaufpreis

Der rechtmäßige Besitzer der Immobilie sind Sie, wenn die Zahlung an den Verkäufer getätigt wurde. Dies ist der wirtschaftliche Eigentumsübergang der Immobilie. Wurde die Summe gezahlt, erhalten Sie den Schlüssel zu Ihrem Haus und tragen von nun an Verantwortung für das Grundstück. Sie haben ab jetzt auch Anspruch auf die Mietzahlungen der Mieter und andere Erträge aus der Immobilie. Auf der anderen Seite fällt auch die Grundsteuer an und Sie müssen alle laufenden Kosten bezahlen. Darum sollten Sie den Kaufpreis erst zahlen, wenn alle Formalitäten und rechtlichen Fragen geklärt sind. Zahlen Sie den Kaufpreis nicht bevor die Auflassungsvormerkung im Grundbuch eingetragen ist.

 

4. Lassen Sie sich ins Grundbuch eintragen

Die Mühlen der Ämter mahlen langsam. Deswegen werden Sie erst nach einigen Wochen in das Grundbuch für Ihre erworbene Immobilie eingetragen. Diese Zeit wird durch die Auflassung überbrückt. Der Eigentumsübergang ist dann komplett abgeschlossen, wenn der vorige Eigentümer der Immobilie aus dem Eintrag gelöscht und Sie eingetragen wurden. Ab diesem Moment besitzen Sie die Immobilie nicht nur, Sie sind auch der rechtmäßige Eigentümer.

Die Formalitäten des Eigentumsübergangs können undurchsichtig sein und Sie verwirrt zurücklassen. Verlieren Sie nicht den Kopf. Ich stehe Ihnen gerne mit Rat und Tat bei diesen wichtigen Schritten zur Seite. Kontaktieren Sie mich einfach!

 

Über den Autor
 

Rico Peuker Immobilienmakler Dresden
 
Mein Name ist Rico Peuker. Ich bin Immobilienmakler und Inhaber des Unternehmens RP Real Estate in Dresden. Ich setze mit meinem Know-how und meiner Erfahrung den Verkauf Ihrer Immobilie um.  
 
Haben Sie noch offene Fragen? Kontaktieren Sie mich gerne!

 

Jetzt Kontakt aufnehmen

 

Online Immobilienbewertung

Eine objektive Einschätzung vom Profi ist eine große Hilfe für Käufer und Verkäufer. Denn auf der Grundlage einer professionell erstellten Immobilienbewertung können Sie einen fairen und realistischen Preis für Ihr Objekt ermitteln.

Beratung ohne Risiko einfach & kostenlos in wenigen Schritten

Jetzt bewerten lassen!

Adresse

RP Real Estate
Ilmenauer Str. 33
01127 Dresden

Rechtliches