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erstellt am 21. September 2019 um 21:08Uhr

Eigenbedarfskündigung: Das müssen Vermieter beachten – Teil 2

Sie möchten eine Wohnung kaufen und sie selbst bewohnen, doch zurzeit ist sie vermietet. Zwar ist die Eigenbedarfskündigung kein einfacher und mitunter ein langwieriger Weg, doch sie bietet die Möglichkeit, die Wohnung für den Vermieter frei zu machen.

 

Eigenbedarfskündigung – Die nötigen Formalitäten

Für Sie als Vermieter ist es Ihr gutes Recht Eigenbedarf anzumelden. Welche Voraussetzungen dafür gegeben sein müssen, lesen Sie im ersten Teil dieser kleinen Serie. In diesem zweiten Teil erfahren Sie mehr über die Formalitäten, die zu einer Eigenbedarfskündigung gehören.

Voranmeldung des Eigenbedarfs

Schließen Sie bei der Übernahme einer vermieteten Wohnung mit den Mietern einen neuen Mietvertrag, so muss Ihr Vorhaben bereits im Mietvertrag festgehalten sein. So hat der Mieter schon im Voraus ausdrücklich die Kenntnis über den geplanten Eigenbedarf. Zur Sicherheit können Sie beim Vertragsabschluss genau dokumentieren. Halten Sie fest, wie der Mieter über die Eigenbedarfspläne unterrichtet wurde. Seine Unterschrift bestätigt anschließend die Kenntnisnahme.

Das Kündigungsschreiben

Steht der Plan zur Eigenbedarfskündigung fest, muss ein Kündigungsschreiben verfasst werden. Hier gilt es, genau auf die formelle Richtigkeit zu achten, denn Fehler können die Kündigung unwirksam werden lassen.

Die Kündigung muss grundsätzlich schriftlich erfolgen und sie muss den Kündigungsgrund beinhalten. Das heißt, das Schreiben informiert den Mieter darüber, wann, warum und für wen der Mietvertrag gekündigt wird. Das Schreiben beinhaltet also:

  • Den Namen der Bedarfsperson,
  • ihr Verhältnis zum Vermieter oder eine Darlegung der persönlichen Umstände zur Verbundenheit,
  • eine genaue Begründung des Wohnbedarfs,
  • einen Hinweis auf eine mögliche Alternativwohnung, falls der Vermieter über eine solche verfügt und
  • einen Hinweis auf das gesetzliche Widerspruchsrecht.

Kündigung muss den Mieter erreichen

Sind alle Formalitäten erfüllt und das Kündigungsschreiben korrekt, muss dieses den Mieter zweifelsfrei erreichen. Mit dem Abschicken des Schreibens ist die Kündigung auf Eigenbedarf längst nicht wirksam. Denn oft bestreiten Mieter den Erhalt der Kündigung. Schicken Sie es per Einschreiben oder übergeben Sie die Eigenbedarfskündigung persönlich im Beisein eines Zeugen.

 

Eigenbedarfskündigung: Eine Alternative

Sind die Verhältnisse zwischen Mieter und Vermieter unklar oder ist unsicher, ob Eigenbedarf angemeldet werden kann oder ein Härtefall vorliegt, gibt es eine Alternative zur Eigenbedarfskündigung. Diese setzt jedoch eine einvernehmliche Einigung zwischen Mieter und Vermieter voraus: Es ist der Mietaufhebungsvertrag. Durch ihn wird das Mietverhältnis zu einem vereinbarten Zeitpunkt aufgehoben, der Mieter zieht fristgemäß aus und macht die Wohnung für den Vermieter frei.

Möchten Sie eine vermietete Wohnung kaufen und sind sich über die Voraussetzungen unsicher, die zur Eigenbedarfskündigung nötig sind, lesen Sie im ersten Teil dieser Serie mehr darüber. Sind noch Fragen offen? Kontaktieren Sie mich gerne!

 

Über den Autor

Rico Peuker Immobilienmakler Dresden

Mein Name ist Rico Peuker.
Ich bin Immobilienmakler und Inhaber des Unternehmens RP Real Estate in Dresden. Ich setze mit meinem Know-how und meiner Erfahrung den Verkauf Ihrer Immobilie um. Haben Sie noch offene Fragen? Kontaktieren Sie mich gerne!

 

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