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erstellt am 4. Juli 2020 um 9:42Uhr

Austauschpflicht für Ölheizungen: Das gilt es beim Immobilienverkauf zu beachten

Die Austauschpflicht für Ölheizungen ist eine wichtige Errungenschaft zum Schutz unserer Umwelt. Sie ist in der Energieeinsparungsverordnung (EnEV) festgehalten und sorgt dafür, dass alte Ölheizungen gegen effizientere Systeme ausgetauscht werden.

So werden nicht-regenerative Ressourcen geschont und die CO2-Bilanz des Gebäudes sinkt. Für Verkäufer einer Immobilie ist die Verordnung besonders relevant, denn der Verkaufspreis steigt, wenn die Heizungsanlage auf dem neusten Stand ist.

 

Warum Sie alte Systeme vor dem Verkauf austauschen sollten

Umweltschutz ist relevant und auch die Gesetzgebung ist darauf bedacht, dass jeder seinen Beitrag zu einem sauberen Planeten leistet. Deshalb wurde die EnEV verabschiedet. Vor dem Verkauf einer Immobilie sollten Sie prüfen, ob im Rahmen dieser Verordnung Maßnahmen getroffen werden müssen. Denn Sie können einen höheren Kaufpreis erzielen, wenn die Heizung auf dem neusten Stand ist. Der Käufer zahlt gern für die Arbeit, die er sich sparen kann, etwas mehr. Muss er sich also nicht mehr um die Heizungsanlage kümmern, weil die den gesetzlichen Vorgaben entspricht, holen Sie beim Verkauf nicht nur die Kosten für den Austausch wieder herein, sondern bekommen bei geschickter Verhandlung auch etwas mehr.

Der Austausch der alten Heizungsanlage ist aber nicht nur eine Frage des Budgets, sondern auch ein wirksames Verkaufsargument. Bei ansonsten gleichen Voraussetzungen ist es wahrscheinlich, dass der Käufer sich für die Immobilie entscheidet, die für ihn weniger Aufwand bedeutet. Also für diejenige, die bereits eine moderne Heizungsanlage besitzt.

 

Welche Systeme betrifft die Austauschpflicht für Ölheizungen?

Trifft die Austauschpflicht für Ölheizungen Ihre Heizungsanlage zu, haben Sie die Chance, die Energiebilanz der Immobilie deutlich zu verbessern und somit ein weiteres Verkaufsargument zu schaffen. Denn von der Austauschpflicht sind hauptsächlich Systeme betroffen, die wahre Energieschleudern sind. Meist betrifft das den Heizkessel. Ist der Wärmeerzeuger älter als 30 Jahre, verbrennt Öl oder Gas und verfügt über eine Nennleistung von 4 bis 400 kW, muss er in jedem Fall ausgetauscht werden. Auch Heizkessel mit Konstanttemperaturtechnik sind veraltet und müssen ersetzt werden. Diese Technik verhindert Korrosion durch Kondenswasser, indem sie die Temperatur konstant oben hält. Es ist kaum zu erwähnen, dass dieses Verfahren besonders ineffizient ist und moderne Technik mit deutlich energiesparenderen Lösungen aufwartet.

Ist Ihr Heizkessel aus dem Jahr 1990, müssen Sie ihn laut EnEV noch in diesem Jahr austauschen. Wie alt der Heizkessel ist, finden Sie mit einem Blick auf das Typenschild heraus. Darauf ist das Baujahr vermerkt. Alternativ können Sie in Unterlagen zum Haus nachsehen, den Schornsteinfeger oder den Heizungsfachmann danach fragen. Übernehmen Sie das selbst und überlassen Sie die Maßnahme nicht dem Käufer der Immobilie. Er wird es Ihnen mit einem höheren Kaufpreis danken.

 

Ausnahmen von der Regel – Für wen gilt die Austauschpflicht nicht?

In der deutschen Bürokratie dürfen die Ausnahmen von der Regel nicht fehlen, deshalb gibt es sie auch bei der Austauschpflicht für Ölheizungen. Ausgenommen von der Regelung sind effiziente Vertreter der Öl- und Gasheizung, wie zum Beispiel Niedertemperaturkessel und Brennwertkessel. Sogar Konstanttemperaturkessel sind erlaubt, sofern sie unter 4 oder über 400 kW leisten. Heizungen die nicht mit Öl oder Gas arbeiten, sind ebenfalls von der Verordnung ausgenommen. Außerdem auch Ölöfen als sogenannte Einzelraumheizungen.

Ausnahmen bilden nicht nur die Heizungssysteme selbst, sondern auch die Immobilie. Besitzt sie nicht mehr als zwei Wohnungen und ist durch Sie seit dem 01. Februar 2002 bewohnt, ist die Heizung nicht auszutauschen. Verkaufen Sie sie jedoch, ist der neue Besitzer zum Austausch verpflichtet. Beim Verkauf ist der Tausch der Heizungsanlage also wieder ein relevantes Thema.

 

Austauschpflicht für Ölheizungen: Förderung und Prämien

Der Staat lässt Sie mit Ihrer alten Heizungsanlage natürlich nicht allein, denn der Tausch des Heizungssystems ist kein günstiges Unterfangen. Um die EnEV durchzusetzen, stellt er verschiedene Prämien und Fördermöglichkeiten bereit. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle fördert das Ersetzen von Ölheizungen durch eine Wärmepumpe oder Solarthermie. Des Weiteren gibt es Abwrackprämien für den Abbau alter Ölheizungen. Damit können Sie unter Umständen bis zu 45 Prozent der neu angeschafften Heizung fördern lassen.

Förderfähig sind alle Heizsysteme, die mit erneuerbaren Energien wie Sonne oder Holz arbeiten, aber auch moderne Öl- und Gasheizungen wie die Öl- oder Gasbrennwertheizung, die die eingesetzten Rohstoffe zu fast 100 Prozent umsetzen. Welche Variante die beste Lösung ist, hängt stark von der Nutzung der Immobilie und ihrer Beschaffenheit ab. Ein Heizungsfachmann und ein Immobilienmakler können Sie hier gut zur Technik und zur Verkaufsförderung beraten.

 

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Über den Autor

Rico Peuker Immobilienmakler Dresden
Mein Name ist Rico Peuker.
Ich bin Immobilienmakler und Inhaber des Unternehmens RP Real Estate in Dresden. Ich setze mit meinem Know-how und meiner Erfahrung den Verkauf Ihrer Immobilie um. Haben Sie noch offene Fragen? Kontaktieren Sie mich gerne!

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